Kunstreicher Balanceakt
In den Arbeiten von GERMANN LORENZI begegnen uns Tische, Lampen, Handläufe oder Metallrohre – vertraute Objekte, die wie aus einer anderen Zeit wirken. Mit Kugeln und geometrischen Formen scheinen sie in präziser Balance zu stehen, doch das Gleichgewicht bleibt fragil: Linien kippen, Elemente drohen abzurutschen.
Equilibre verweist sowohl auf spielerisch-ironische Objektkompositionen als auch auf die abstrakte Formensprache der frühen Moderne. Anklänge an Bauhaus und konstruktive Kunst verbinden sich mit surrealen Zitaten und stellen Fragen nach Funktion, Wahrnehmung und Wirklichkeit.
Wiederkehrende Motive wie der Zollstock deuten auf das Messen und Konstruieren – vielleicht auch auf den Menschen als Mass aller Dinge. Die Bildwelt bleibt offen und lädt dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln.








